Wir leben in einer Dystopie

  • Beitrags-Kategorie:Unbetreute Gedanken
  • Lesedauer:5 min Lesezeit
Ich möchte immer aufwachen, aber es ist leider kein Traum…

Nach Hanau und Volkmarsen müssen wir nun die Ausbreitung des Coronavirus erleben, Hamsterkäufe verunsicherter Bürger und seit diesem Wochenende Migrantenströme aus der Türkei – das Ziel: Europa, hauptsächlich Deutschland.

Und Frau Merkel bekräftigt auf dem Integrationsgipfel in Berlin derweil entschiedenen den Kampf gegen den Rassismus. Das war alles, was ich meines Wissens in letzter Zeit nach ihrem sehr schnellen Statement zu Hanau gehört habe.

Sie ist doch immer noch, obwohl die CDU derzeit auf der Suche nach einem neuen Parteivorsitzenden (-Tandem?) ist, unsere Kanzlerin. Also, meine persönliche gefühlt nicht, aber sie wurde doch am 14.03.2018 als Kanzlerin mit den folgenden Worten „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“  von Herrn Schäuble vereidigt.

Ein Kanzler oder eine Kanzlerin sollte also laut des Amtseides nach Artikel 56 unseres Grundgesetzes unter anderem seine Kraft dem deutschen Volke widmen, Schaden von ihm wenden, seine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben.

Über die Vergangenheit möchte ich in diesem Beitrag gar nicht schreiben, ein Blick in unsere Gegenwart, in unsere aktuelle Situation genügt mir schon. Was sagt uns unsere Kanzlerin in unserer derzeitigen Lage?
Ich bin nicht panisch, aber ich stelle fest, dass auch ich verunsichert bin. Ich fahre nun, soweit möglich, nur noch mit dem Fahrrad zum Arbeiten oder um Besorgungen zu erledigen, habe auch schon einen kleinen Vorrat eingekauft und mache mir so meine Gedanken, wie es weitergehen soll. Meine pflegebedürftige Mutter, die in einem Heim betreut wird, habe ich dieses Wochenende nicht besucht, mein Hals kratzte und wer weiß, was ich dem Heim und meiner Mutter dann dalassen würde…

Aber Frau Merkel ist abgetaucht. Manchmal höre ich von Gesundheitsministern der Länder oder unserem Bundesgesundheitsminister, dass die Lage in unserem Land schon so schlimm nicht würde, aber schlimm irgendwie doch. Ärzte und Wissenschaftler warnen, in verschiedenen Medien bewegen sich die Berichte zwischen totaler Panik und „hey, lasst euch nicht verunsichern“. Ganz klar und nicht mehr abzustreiten ist, dass dieses Virus einen großen wirtschaftlichen Schaden anrichten wird – die Dimension scheint noch gar nicht zu fassen zu sein.

Und Frau Merkel? Unsere Bundeskanzlerin? Erklärt dem Rassismus den Kampf und sonst überhaupt nichts, was ich als absolut unverschämt angesichts der derzeitigen Situation und auch den meisten von uns Deutschen gegenüber empfinde. Eine pauschalisierende Phrase halt, wie seit langem gewohnt.

Und nun die nächste Hiobsbotschaft: Tausende von Menschen (vermutlich mehrheitlich junge Männer) aus archaisch-patriarchalisch-geprägten Kulturen sind auf dem Weg nach Europa, das Ziel von vielen ist wahrscheinlich Deutschland.

Dabei ist der Integrationsprozess der vielen, seit 2015 gekommenen Menschen längst noch nicht abgeschlossen und weitere schwerwiegende Herausforderungen kommen auf uns zu. Derzeit steht unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps, die öffentlichen Behörden werden die nächsten sein, die erst einmal lahm gelegt werden. Müllabfuhr und Straßenreinigung werden auch irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Schulen und Kindergärten werden schließen, möglicherweise werden ganze Städte und Kommunen abgeriegelt werden.
Wer bitte soll sich denn dann noch um diese neuen Menschen kümmern? Wer soll sich um die Aufnahme und die (medizinische) Versorgung kümmern?

Wir werden das Virus und die hinzukommende Krankheitswelle überstehen, aber eine weitere Welle von Migranten könnte den inneren Frieden unseres vulnerablen Landes zerstören. Unsere Gesellschaft wird weiter gespalten werden und könnte auf einen Bürgerkrieg hinsteuern. Aber diese Sorgen werden von unseren Volksvertretern, den meisten Qualitätsmedien und damit auch von vielen mehrheitlich linksgut orientierten Mitmenschen als von rechten Populisten geschürte Ängste betrachtet, die sich alle bei genauerer Betrachtung und Beleuchtung der Lage als unbegründet herausstellen würden.

Wo ist unsere Kanzlerin, um ihre Pflicht uns, ihrem Volk gegenüber, zu erfüllen, um Schaden von uns zu wenden?

Herr Seehofer, Herr Innenminister, jetzt ist es Zeit, endlich unsere Grenzen zu sichern, Ihr Volk zu schützen! Warum hören wir nichts von Ihnen? Kann mich denn niemand aus diesem schrecklichen Traum aufwecken?

Nein, es wird leider nicht geschehen. Diese Dystopie ist wahr, es ist unfassbar, es ist traurig und beunruhigend. Aber wahrscheinlich ist alles nicht so schlimm, ich bin ja nur eine kleine Bürgerin, dumm und gut genug, um mit meinen Steuern auch unsere Volksvertreter zu alimentieren, die ja alles wissen müssen, denn sie arbeiten ja zum Wohle des Volkes. Ihre Qualifikation?

Laut Herrn Habeck braucht man, um Politiker zu werden weder Ausbildung oder Fachwissen, nur Kommunikationstalent, Auffassungsgabe und Redetalent. Diese verbale Frechheit den Wählern gegenüber wird Inhalt eines eigenen Beitrages sein.
Wohin das führt, wenn Politiker hauptsächlich über eben genannte Qualitäten verfügen, das können wir gerade miterleben.

Dystopisch eben. Wie in einem Weltuntergangsfilm. Mittendrin statt nur dabei. Live und in Farbe, den Eintritt zur Vorstellung haben wir teuer bezahlt.